Faserbeton – Weniger Stahl, mehr Leistung
Wasserundurchlässige Betonkonstruktionen erfordern eine zuverlässige Risskontrolle. Mit der akualisierten Norm SIA 272:2024 rückt dieses Thema noch stärker in den Fokus. Faserbewehrter Beton bietet hierfür neue Möglichkeiten – Er reduziert den Bedarf an konventioneller Stahlbewehrung und verbessert gleichzeitig die Leistungsfähigkeit des Betons.

Foto © Sika Schweiz AG
Bewehrung direkt im Beton
Mit «SikaFiber» wird die Bewehrung direkt in den Beton integriert. Die Fasern werden werkseitig dosiert, bemessen und zur Baustelle geliefert. Das vereinfacht Planung und Ausführung und sorgt für gleichbleibend hohe Qualität.
Die im Beton verteilten Fasern bilden ein dreidimensionales Bewehrungssystem, das Rissbreiten über den gesamten Querschnitt begrenzt. Dadurch verbessert sich das Verhalten des Betons sowohl vor als auch nach der Rissbildung. Gleichzeitig erhöhen die Fasern die Duktilität und reduzieren die Durchlässigkeit. Schrumpfrisse werden deutlich verringert oder ganz vermieden.
Kleinere Rissbreiten verbessern die Wasserdichtigkeit, erschweren das Eindringen von Chloriden und verlängern die Nutzungsdauer der Konstruktion. Polymerfasern reduzieren zudem im Brandfall das Risiko von Betonabplatzungen.
Weniger Stahl, weniger CO₂
Faserverstärkter Beton kann den Bedarf an Bewehrungsstahl deutlich reduzieren oder teilweise sogar ersetzen. Da die Stahlproduktion einen wesentlichen Anteil der Emissionen im Betonbau verursacht, lassen sich die CO₂-Emissionen um rund 30 Prozent senken. Gleichzeitig sinken Material-, Transport- und Einbaukosten. Im konstruktiven Hochbau sind Einsparungen von bis zu 67 Prozent bei den Bewehrungskosten möglich.
Vielseitig einsetzbar
«SikaFiber» eignet sich für Bodenplatten, Kellerwände, Weisse Wannen, Fundamente und Gründungen sowie für Wandkonstruktionen, Fassadenelemente, Infrastrukturprojekte und Spezialbauwerke. Besonders bei grossflächigen Bauteilen mit hohen Anforderungen an Rissbegrenzung und Dichtigkeit spielt Faserbeton seine Stärken aus.