Architektonische Raffinesse mit Lamellenstoren

Amtsgericht Freiburg/Deutschland | Foto © Warema/Roland Halbe
Das Mitte des 19. Jahrhunderts erbaute Bezirksstrafgericht gilt als ältestes Gebäude des heutigen Amtsgerichts. Die drei in die Jahre gekommenen Einzelgebäude im rückwärtigen Hof der denkmalgeschützten Blockrandbebauung sollten rückgebaut und durch einen Erweiterungsbau ersetzt werden. Das Architekturbüro Auer Weber plante einen modernen Bau, der sich harmonisch in den historischen Bestand integriert und gleichzeitig architektonische Eigenständigkeit beweist. Charakteristisch ist der monolithisch wirkende Baukörper mit grobkörniger Putzfassade. In monochromem Porphyrrot gehalten, erhält die Gebäudehülle durch tief eingeschnittene Fenster plastische Tiefe. Als integraler Bestandteil fügt sich die Lamellenstore-Lösung in die Planung ein.
Zum Einsatz kamen Warema Basis-Lamellenstoren vom Typ E 60 A2 S mit randgebördelten Lamellen und Seilführung. Gesteuert über ein KNX Bussystem mit Wetterstation, passen sich die Anlagen automatisch an Sonnenstand und Witterung an. Die beweglichen Lamellen verhindern eine direkte Sonneneinstrahlung und sorgen für einen gleichmässigen Tageslichteintrag. Durch die Reduktion des solaren Wärmeeintrags sinkt der Kühlbedarf, was die Energieeffizienz und den thermischen Komfort verbessert. Der Sonnenschutz ist damit ein wesentlicher Baustein des nachhaltigen Energiekonzepts.

Foto © Warema/Roland Halbe
In sensiblen Bereichen wurde der aussenliegende Sonnenschutz mit dem akkugestützten Notraff-Set ergänzt. Das System bewegt die Lamellenstoren im Ernstfall automatisch und sekundenschnell in die obere Endlage. Damit werden Flucht- und Rettungswege schnell freigegeben.

