Umgestaltung PROGR-Hof

 
3011 Bern,
Schweiz

Veröffentlicht am 29. September 2026
Salewski Nater Kretz AG

Geografischer Referenzraum für den Dachkörper Ausführungsmodell Dachkörper mit Gastropavillon Entwurfsskizze zur Formgebung der Dachoberseite Verfahrensentwicklung des Dachkörpers Grube in Müntschemier Materialrecherche  Sand und Kies für den Dachkörper Sandsammlung als Teil der Materialrecherche für den Dachkörper Betonmuster zur Entwicklung des Materialbildes des Dachkörpers Teststück des Dachkörpers zur Verfahrensentwicklung

Projektdaten

Basisdaten

Lage des Objektes
Waisenhausplatz 30, 3011 Bern, Schweiz
Fertigstellung
09.2026

Gebäudedaten nach SIA 416

Stockwerke
1
Grundstücksfläche
1900 m²
Gebäudekosten (BKP 2)
1,7 Mio. CHF

Beschreibung

Der PROGR-Hof ist ein bedeutender Freiraum in der oberen Altstadt von Bern. Als öffentlicher Raum ist er für alle zugänglich, als Innenhof gleichzeitig der Kulturinstitution PROGR zugehörig. Offenheit und die schützende bauliche Rahmung des ehemaligen Progymnasiums prägen seinen besonderen Charakter als urbane Nische und Begegnungsort. Für die Mieter*innen des Atelierhauses, die hier ihren Arbeitsort haben, ist der Hof ein Ort für Austausch und Pausen, Arbeitsgespräche und zum Lesen, eine Schnittstelle zwischen künstlerischer Arbeit und Stadtleben. Für die breite Öffentlichkeit wiederum ist der Hof ein sympathischer Treffpunkt in der Mittagspause oder im abendlichen Ausgang.
Die aus ökologischer, funktionaler und gestalterischer Perspektive notwendig gewordene Umgestaltung ist seit Sommer 2026 vollendet. Das räumliche Gesamtkonzept basiert auf einer langjährigen Auseinandersetzung der Stiftung PROGR mit dem Ort und seiner Bedeutung für die Stadt Bern und ist das Resultat einer integralen Zusammenarbeit der Bereiche Architektur & Städtebau (Salewksi Nater Kretz, Zürich), Kunst (Miriam Sturzenegger, Bern) und Landschaftsarchitektur (bbz landschaftsarchitekten, Bern). Es stärkt die atmosphärischen und sozialen Qualitäten des Hofs ebenso wie dessen Rolle im öffentlichen Stadtraum. Er ist nun als zusammenhängender, durchlässiger Raum zwischen den geschützten Bäumen erfahrbar – vielseitig und flexibel.
Die Hofmitte, die früher Standort einer Trennmauer war, bietet dank grossflächig entsiegeltem Boden einen besseren Lebensraum für die Bäume und einen klimagerechten, angenehmen Aufenthaltsort für die Öffentlichkeit und die Mieter*innen des Atelierhauses. Entlang der Hoffassade wurde der Randbereich mit Sockelbänken und Rampen als Schwellenraum aktiviert und schafft einen hindernisfreien Zugang zum Gebäude. Mit dem neuen Pavillon an der Schnittstelle zwischen Hof und Speichergas-se und seinem von der Künstlerin Miriam Sturzenegger entworfenen skulpturalen Dachkörper, dem «Sandstein», erhält der Hof nach Innen ein neues Gravitationszentrum und zur Strasse hin eine Adresse, die dem Kulturhaus eine sichtbare Präsenz im Aussenraum verleiht.

Das Projekt wurde von Salewksi Nater Kretz hochgeladen und von Jørg Himmelreich publiziert.

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