Mehrfamilienhaus Oberengstringen

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8102 Oberengstringen,
Schweiz

Veröffentlicht am 17. März 2026
Singer Baenziger Architekten
Teilnahme am Swiss Arc Award 2026

Neubau bei der Atlaszeder Neubau im heterogenen Kontext Attikaterrasse Neubau an Strasse Küche im Wohnraum Wohnraum mit Atlaszeder Wohnraum mit mehrseitiger Aussicht Zimmer mit Aussicht auf die Atlaszeder Rotes Bad Farbiges Treppenhaus Attikawohnung

Projektdaten

Basisdaten

Lage des Objektes
Zürcherstrasse 31, 8102 Oberengstringen, Schweiz
Projektkategorie
Fertigstellung
09.2025
Links

Gebäudedaten nach SIA 416

Stockwerke
3 bis 5
Anzahl Kellergeschosse
1
Anzahl Wohnungen
9
Grundstücksfläche
883 m²
Geschossfläche
1155 m²
Gebäudevolumen
3600 m³
Gebäudekosten (BKP 2)
4,5 Mio. CHF

Beschreibung

Situation
Der Neubau des Mehrfamilienhauses liegt am Südhang von Oberengstringen, einer Vorortsgemeinde der Stadt Zürich mit einer heterogenen Mehrfamilien- und Einfamilienhausbebauung. Das Haus liegt hangseitig an der viel befahrenen Zürcherstrasse und profitiert talseitig von der weiten Sicht über das Limmattal sowie von der Nähe zur riesigen Atlaszeder. Gegenüber dem Vorgängerbau reagiert der Neubau auf die gegensätzlichen Orientierungen. Die Lärmbelastung der Zürcherstrasse wie auch die Nähe zur Bushaltestelle bedingen eine von der Strasse abgewandte Orientierung der Wohn- und Schlafräume. Dementsprechend konnte ein grosszügig natürlich belichtetes Treppenhaus entlang der Strasse geschaffen werden. Die polygonale Grundrissform ermöglicht trotz Lärmbelastung eine vielseitige Belichtung der Räume, eine abwechslungsreiche und allseitige Fassadengestaltung sowie den nötigen Abstand zur riesigen Atlaszeder. Des Weiteren kann mit dieser Formensprache das aufgrund der Baumasse beschränkte Volumen effizient gestaltet werden.

Wohnungen und Typologie
Alle Wohnungen werden über ein Entree, welches auch ein rückwärtiges, geschütztes Zimmer erschliesst, betreten. In der Diagonale öffnet sich der grosszügige Wohn- und Essraum, der wiederum Ausblick in drei Richtungen bietet. In den grösseren Wohnungen öffnet sich der Wohnraum über Schiebetüren zusätzlich in eine vierte Richtung. Dreiseitig geschützte, vorgehängte Balkone geben Sicht ins Limmattal. Die Grundrisstypologie ermöglicht durch die flexible Zuordnung eines Zimmers zu beiden Wohnungen unterschiedliche Wohnungsgrössen. So entstanden in den unteren, bodenbezogenen Geschossen 4,5-Zimmer-Familienwohnungen, während in den oberen Geschossen 3,5-Zimmer-Wohnungen in variierenden Grössen realisiert wurden. Die Attikawohnung ist als «Wohnen auf der Terrasse» konzipiert. Die raumhohen Fenster erweitern die Räume gegen aussen und ermöglichen jeweils den Austritt auf die umgebende Terrasse. Die Wohnung ist in einen vorderen, gegen Süden orientierten Wohnbereich und in einen hinteren, intimeren Schlafbereich gegliedert.

Konstruktion und Ausdruck
Konstruktiv sucht der Neubau durch Reduzieren von Materialschichten und Verbauen von Materialien mit geringem Anteil grauer Energie (zum Beispiel Recyclingbeton, Kalksandsteine) Antworten auf die Aufgabenstellung, preiswerten, aber auch möglichst nachhaltigen Wohnraum zu schaffen. Der äussere Ausdruck ist geprägt durch die vertikalen Wandscheiben, welche mit den roten Keramikplatten die polygonale Gebäudeform prägen und das Gebäude am Ort verankern.

Das Projekt von Singer Baenziger Architekten wurde im Rahmen des Swiss Arc Award 2026 eingereicht und von Nina Farhumand publiziert.

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