Umbau einer herrschaftlichen Villa

 
1135 Denens,
Schweiz

Veröffentlicht am 08. April 2026
Outsider.Architecture SA
Teilnahme am Swiss Arc Award 2026

Projektdaten

Basisdaten

Projektkategorie
Fertigstellung
07.2024

Gebäudedaten nach SIA 416

Stockwerke
2
Anzahl Kellergeschosse
1
Grundstücksfläche
3511 m²
Nutzfläche
332 m²
Gebäudevolumen
1227 m³

Beschreibung

Transformation und umfassende energetische Sanierung einer Waadtländer Villa aus den 1960er-Jahren: Das Projekt untersucht die Fähigkeit eines alltäglichen baulichen Erbes, sich neu zu erfinden, ohne seine Identität zu verlieren. Der Eingriff basiert auf einer sorgfältigen Analyse des Bestands: grosszügige Volumen, eine rationale Struktur, jedoch ein dunkles und wenig lesbares Zentrum des Hauses. Der grundlegende Eingriff besteht darin, die Decke des Obergeschosses zu öffnen und ein Glasbodenelement einzusetzen, das es dem über das Dach einfallenden zenitalen Licht ermöglicht, tief in das Gebäude einzudringen. Dieser vertikale Einschnitt verändert die räumliche Atmosphäre grundlegend: Die Erschliessungsbereiche werden hell, das Zentrum des Hauses öffnet sich, und das natürliche Licht wird zu einem prägenden Element des Entwurfs.

Der Eingangsbereich wird neu gestaltet und erhält eine helle, mineralische und skulpturale Erscheinung aus Beton. Ein integriertes rundes Fenster schafft einen subtilen Dialog zwischen persönlicher Erinnerung und zeitgenössischer Architektur. Im Inneren wird der Grundriss vollständig neu organisiert, um die Wege zu optimieren und die Wohnräume zu öffnen. Eine grosszügige, panoramische Aussicht auf die Umgebung, die sich beidseits der Küche entfaltet, erweitert den Raum visuell und verlängert die Perspektive des Wohnbereichs in die Landschaft. Das Projekt umfasst auch Eingriffe im Aussenraum, darunter die Neugestaltung des Gartens und der Einbau eines Swimmingpools, die zur Transformation beitragen und eine kohärente Gesamtwirkung zwischen Architektur, Gestaltung und Landschaft schaffen.

Das Projekt von Outsider.Architecture wurde im Rahmen des Swiss Arc Award 2026 eingereicht und von Nina Farhumand publiziert.

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