Wohnhaus Gryon Chalet

 
1882 Gryon,
Schweiz

Veröffentlicht am 14. April 2026
Montalba Architects Sàrl
Teilnahme am Swiss Arc Award 2026

Terrasse mit Blick in die Berglandschaft – Übergang zwischen Innenraum und Natur Einbettung des Gebäudes in die alpine Hanglandschaft von Gryon Das Chalet als ruhiger Baukörper in der Topografie verankert Abendstimmung – Licht als prägendes Element der Raumwirkung Dunkle Holzfassade als zeitgenössische Interpretation traditioneller Bauweise Essbereich mit gerahmtem Ausblick in die umliegende Berglandschaft Wohnbereich mit warmen Materialien und klarer räumlicher Struktur Offener Wohnraum mit Panoramablick – fliessender Übergang zwischen Innen und Landschaft Detailansicht – Materialität und Landschaft im direkten Dialog Blickbeziehung durch den Raum – gezielte Öffnungen rahmen die Umgebung Schlafbereich mit grosszügiger Verglasung und ruhiger Materialpalette Massgefertigte Einbauten als integraler Bestandteil der Raumgestaltung Frühe Entwurfsskizze – abstrakte Interpretation der alpinen Bautypologie Traditioneller Raccard als Inspiration für Form und Konstruktion

Projektdaten

Basisdaten

Projektkategorie
Gebäudeart
Fertigstellung
05.2024
Links

Gebäudedaten nach SIA 416

Stockwerke
2
Anzahl Kellergeschosse
1
Anzahl Wohnungen
1
Geschossfläche
242 m²
Nutzfläche
242 m²

Beschreibung

Das Gryon Chalet ist mehr als ein klassisches alpines Wohnhaus – es ist eine präzise Neuinterpretation der Chalet-Typologie im Spannungsfeld zwischen Tradition und zeitgenössischer Architektur und folgt dabei einer für die Praxis typischen Haltung von Klarheit, Zurückhaltung und starker Verankerung im Kontext. Eingebettet in einen steilen Hang der Waadtländer Alpen entwickelt sich das Gebäude entlang der Topografie über drei Ebenen. Der Zugang erfolgt auf der mittleren Ebene, von wo sich die Wohnräume gezielt zur umliegenden Berglandschaft öffnen. Grosse Fenster rahmen die Aussicht auf das Grand Muveran Massiv und machen das Tageslicht zu einem zentralen gestalterischen Element, das die Räume im Verlauf des Tages verändert und prägt. Der Blick wird dabei nicht nur nach aussen geführt, sondern bewusst inszeniert, als ruhiger Dialog zwischen Architektur und Landschaft.

Inspiriert von traditionellen alpinen Speicherbauten wird deren konstruktive und räumliche Logik in eine reduzierte, zeitgenössische Form übersetzt. Die äussere Erscheinung wird durch eine dunkel gebeizte Holzstruktur bestimmt, die an die Materialität traditioneller Chalets anknüpft und sich mit der Zeit weiter in die Landschaft integriert. Gleichzeitig verleihen die klar gesetzten Öffnungen und die reduzierte Formensprache dem Gebäude eine ruhige, zeitgenössische Präsenz. Der massive Sockel verankert das Haus im Gelände und reagiert auf die topografischen Anforderungen. Im Inneren entsteht bewusst ein Gegenpol zur dunklen Hülle: helle, offene Räume, klare Proportionen und eine ruhige Materialwahl schaffen eine selbstverständliche räumliche Ordnung. Materialien werden in ihrer Natürlichkeit belassen und entfalten ihre Wirkung durch Licht, Textur und Präzision in der Ausführung. Das Projekt steht exemplarisch für die Arbeitsweise von Montalba Architects: eine Architektur, die sich nicht in den Vordergrund stellt, sondern Räume schafft, die Licht, Material und Landschaft bewusst erlebbar machen.

Es verbindet die Präzision und Zurückhaltung einer schweizerischen Entwurfstradition mit der Offenheit und fliessenden Raumbeziehung der kalifornischen Moderne – und entwickelt daraus eine klare, eigenständige architektonische Identität.

  • Bezug zu traditionellen alpinen Speicherbauten (Raccard) als Ausgangspunkt für die architektonische Neuinterpretation
  • Zeitgenössische Interpretation eines klassischen alpinen Chalets
  • Einbettung in die Hanglage mit klarer Organisation über drei Ebenen
  • Kontrast zwischen dunkler Holzfassade und hellen Innenräumen
  • Gezielte Rahmung der Berglandschaft durch präzise gesetzte Öffnungen
  • Holzbauweise mit Bezug zur lokalen Baukultur
  • Kombination aus Holzstruktur und massivem Sockel
  • Starke Verbindung zwischen Architektur und Landschaft

Das Projekt von Montalba Architects wurde im Rahmen des Swiss Arc Award 2026 eingereicht und von Nina Farhumand publiziert.

Projektbeteiligte Unternehmen

Planung

217278661