Ersatzneubau Bossard Schule
Schweiz
Veröffentlicht am 13. August 2026
Gut Deubelbeiss Nill Architekten AG Dipl. Architekten HTL ETH SIA
Projektdaten
Basisdaten
Gebäudedaten nach SIA 416
Beschreibung
Historischer Kontext – schützenswertes Denkmal
Die Schulliegenschaften der Bossard Schule sind im Inventar der schützenswerten Denkmäler des Kantons Zug aufgeführt. Aus architekturgeschichtlicher Sicht präsentiert sich die Schule als vielgestaltiger, in mehreren Bauphasen zusammengewachsener Komplex. Mit dem Ersatzneubau des «Mädchenhauses» wurde das historische Ensemble um ein neues Unterstufenschulhaus erweitert.
Das neue Mädchenhaus und das «Dorf im Dorf»
Der Ersatzneubau übernimmt dabei die Ausrichtung des ehemaligen Mädchenhauses, bildet ein würdiges Gegenstück zum bestehenden Knabenhaus und setzt den Endpunkt des Hofensembles auf der Westseite. Die Dachform und die Volumetrie sind aus dem Kontext entwickelt. Verschiedene charakteristische Elemente des heutigen Mädchenhauses werden übernommen und im Neubau in Bezug auf die zukünftige Nutzung zeitgemäss interpretiert.
Architektonischer Ausdruck und Konstruktion
Der Neubau wird in Holzbauweise konstruiert, wobei der Kern in Beton errichtet wurde. Links und rechts des zentralen Erschliessungsbereichs sind die Unterrichtsräume angeordnet. Inspiriert vom Bestand erhielt auch der Neubau ein leicht ausgestelltes Schindelklei. Damit fügt sich das Gebäude harmonisch in den Bestand ein und bewahrt zugleich eine eigenständige, eleganten Ausdruck. Die Fenster sind jeweils als Arbeitsnischen auf Tischhöhe angeordnet oder als Lesenische auf Sitzbankhöhe ausgebildet. Die kindergerechte Ausgestaltung im Innenraum versprüht eine wohlige Atmosphäre, wodurch sich die Klassenzimmer in kreative Lernstuben verwandeln.
Haustechnik, Wirtschaftlichkeit, Betrieb, Ökologie und Nachhaltigkeit
Eine einfache Tragstruktur mit direkter Lastabtragung trägt zu einer wirtschaftlichen Umsetzung bei. Die Wahl überwiegend unverleimter Bauteile aus nachhaltig produziertem Holz berücksichtigt zugleich ökologische Anforderungen.
Das Projekt wurde von Gut Deubelbeiss Nill Architekten eingereicht und von Nina Farhumand publiziert.