Mehrfamilienhaus Oberhusweg

 
6010 Kriens,
Schweiz

Veröffentlicht am 04. April 2026
Deon Architekten AG
Teilnahme am Swiss Arc Award 2026

Projektdaten

Basisdaten

Lage des Objektes
Oberhusweg 2, 6010 Kriens, Schweiz
Projektkategorie
Fertigstellung
02.2026

Gebäudedaten nach SIA 416

Stockwerke
3 bis 5
Anzahl Kellergeschosse
1
Anzahl Wohnungen
4
Grundstücksfläche
546 m²
Geschossfläche
124 m²
Nutzfläche
440 m²
Gebäudevolumen
2351 m³
Gebäudekosten (BKP 2)
3,1 Mio. CHF
Parkplätze
4

Beschreibung

Stadtvilla
Der Neubau wird mittig auf der Parzelle positioniert und ermöglicht eine vierseitige Ausrichtung sowie eine optimale Belichtung aller Wohnungen. Ziel ist kein klassisches Mehrfamilienhaus, sondern ein grosszügiges Wohnhaus mit stadtvillenartigem Charakter. Der Regelgrundriss organisiert vier Eckzimmer um eine zentrale, kreuzförmige Zone mit Wohnen, Essen, Küche und Treppenhaus. In den Obergeschossen entstehen drei 4,5-Zimmer-Wohnungen, im Erdgeschoss eine teilweise eingegrabene Einliegerwohnung. Die Erschliessung erfolgt über ein kompaktes Treppenhaus im Norden sowie einen Lift mit direktem Zugang zu den Wohnungen. Alle Wohnungen zeichnen sich durch Grosszügigkeit und individuelle Qualitäten aus. Unterschiedlich angeordnete Balkone und Fenster eröffnen vielfältige Ausblicke und verleihen der Fassade eine lebendige Gliederung. Geschossübergreifende Elemente verbinden das Gebäude zu einer Einheit.

Die Dachwohnung bietet zusätzlich überhohe Räume sowie einen Ausblick auf den Pilatus. Das Gebäude wird als Massivbau erstellt: Untergeschoss und Decken bestehen aus Stahlbeton, die Eckzimmer aus verputztem Mauerwerk. Die über zwei Geschosse geführten Holz-Metall-Fenster schaffen integrierte Nischen – ähnlich französischen Balkonen –, die den Innenraum prägen.Die mittlere Zone bleibt bewusst «roh»: Sichtbetondecken, geschliffener Unterlagsboden und feuerverzinkter Stahl bei den Balkonen prägen die Materialisierung. Die Zimmer vermitteln eine zurückgezogene, räumlich gefasste Atmosphäre, unterstützt durch ihre Proportionen und das dunkle Parkett. So entsteht ein klarer Kontrast zwischen Tages- und Nachtzonen.

Das Projekt von Deon Architekten wurde im Rahmen des Swiss Arc Award 2026 eingereicht und von Nina Farhumand publiziert.

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