Sanierung und Aufstockung Haus Uto

 
8004 Zürich,
Schweiz

Veröffentlicht am 23. Juli 2026
OOS AG

Fassadensanierung mit Erhalt und teilweiser Wiederherstellung der baulichen Zeitzeugen Die Fassade des Haus UTO trägt wieder die ursprünglichen Originalfarben. Die Fassade des Haus UTO trägt wieder die ursprünglichen Originalfarben. Fassade vor der Sanierung Innenhof mit gut erkennbarer Dachaufstockung Ein auffälliges Art Déco Element von Haus UTO ziert die Fassade. Aufgehängte Balkone für mehr Aufenthaltsqualität Verbindung zwischen Alt und Neu: Saniertes Treppenhaus mit Zugang zu den Dachwohnungen Studiowohnung im 1. Obergeschoss Aufwändige Sanierung der bestehenden Wohnungseingangstüren mit dahinter liegendem, neuem Treppenaufgang zu den Dachwohnungen. Zustand vor der Sanierung Küche eines Regelgeschosses mit originalen Bodenfliesen Saniertes Badezimmer in einem der Regelgeschosse Küche Küchenausbau in offenem Wohnbereich sowie Ausblick aus einer der Dachwohnungen.

Projektdaten

Basisdaten

Lage des Objektes
Kalkbreitestrasse 3, 8004 Zürich, Schweiz
Projektkategorie
Fertigstellung
05.2026

Gebäudedaten nach SIA 416

Stockwerke
3 bis 5
Anzahl Wohnungen
9

Beschreibung

Ein historisches Gebäude im neuen Licht
Die fünfgeschossige Liegenschaft Haus UTO wurde 1927 von Fritz Fischer als Kino in Kombination mit einem Wohnhaus mit neun Mietwohnungen entworfen. Das Gebäude weist architektonische Merkmale des Expressionismus und des Art Déco auf, welche in Zürich nur selten zu finden sind. In Übereinstimmung und Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz und der Bauherrschaft hat OOS ein Sanierungskonzept für das Bauwerk entwickelt. Das Gebäude wurde in seinem alten Glanz wiederhergestellt und im Zuge der Sanierung unter Denkmalschutz gestellt.

Wiederherstellung des ursprünglichen Erscheinungsbildes
Der Umgang mit dem historischen Bauwerk stellte eine besonders spannende Ausgangssituation dar. Die Wiederverwendung der bestehenden Substanz war ein wichtiger Teil des Sanierungskonzeptes. Baukünstlerische Zeitzeugen blieben so weit wie möglich erhalten. Gleichzeitig trägt dies zu einer nachhaltigeren Projektrealisierung bei. Vieles wurde nach entsprechender Ertüchtigung wiederverwendet, wie die Biberschwanzziegel oder sämtliche Türen der Fassade und des Innraums des Gebäudes. In Absprache mit der Denkmalpflege hat sich OOS bei dem Farbkonzept am  ursprünglichen Erscheinungsbild orientiert und den originalen Zustand wiederhergestellt.

Dachaufbau aus Holz für mehr Wohnraum
Gemeinsam mit der Decke über dem 4. Obergeschoss wurde der gesamte bestehende Dachstock abgebrochen. Dabei wurde die zweigeschossige Dachform zurückgebaut und durch eine vertikale Aussenwand vereinfacht. Der dadurch ermöglichte Dachaufbau besteht aus einer Holzkonstruktion, wobei die Dachgeometrie zwei zusätzliche Wohnungen und eine gemeinschaftlich genutzte Dachterrasse schafft. Die neuen Dachlukarnen fügen sich dem strassenseitigen Raster der bestehenden Fassade. Hofseitig sorgen zwei raumhohe Lukarnen für viel Licht und ergänzen den neuen Wohnraum durch kleine private Aussenräume.

Zeitgemässer Wohnkomfort und energetische Optimierung
Die bestehenden hofseitigen Balkone wurden durch grosszügigere ersetzt. Sämtliche Nasszellen und Küchen wurden erneuert. Auch die veraltete Haustechnik wurde durch die Sanierung erneuert und energetisch optimiert. Dabei wurde die bestehende Ölheizung durch eine Pelletheizung ersetzt.

Das Projekt wurde von OOS Architekten eingereicht und von Matthias Fischer publiziert.

 

 

 

Projektbeteiligte Unternehmen

Planung

232790929