Umbau Reihenhaus Meisenweg

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8038 zurich,
Schweiz

Veröffentlicht am 19. Januar 2026
RAUMTAKT GmbH

Aussenansicht Küche Küche Küche Sicht in die Küche Sicht ins Esszimmer Esszimmer Sicht ins Wohnzimmer Wohnzimmer Gäste-WC Gang Obergeschoss Badezimmer Obergeschoss Badezimmer Dachgeschoss Zimmer im Dachgeschoss Büro im Dachgeschoss

Projektdaten

Basisdaten

Lage des Objektes
Meisenweg 5, 8038 zurich, Schweiz
Projektkategorie
Gebäudeart
Fertigstellung
08.2024
Links

Beschreibung

Ausgangslage
In der inventalisierten Wohnsiedlung in Zürich Wollishofen ist das Reihenhaus aus den 1920er-Jahren ein Beispiel des romantisch geprägten Heimatstils. Die Siedlung bildet einen geschlossenen Wohnhof mit Vorgärten, kurzen Treppenaufgängen und einer homogenen Erscheinung in Volumetrie, Materialwahl und Farbigkeit.

Entwurfsidee
Mit dem Fokus auf Weiterbauen im Bestand und in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege, wurde das Reihenhaus am Meisenweg 5 transofrmiert. Die bestehende Struktur wurde unter Berücksichtigung neuer Wohnbedürfnisse weiterentwickelt: Eingriffe wurden gezielt und zurückhaltend vorgenommen, die vorhandene Substanz gestärk und der Ausbau auf zeitgemässen Standard gebracht. Charakteristische Elemente wurden erhalten, ergänzt oder in neuer Form interpretiert.

Projektierung
Ein zentraler Eingriff betrifft das Dachgeschoss, das vollständig ausgebaut wurde, um Grosszügigkeit und räumlicher Qualität zu gewinnen. Neue Kinderzimmer, ein neues Bad und ein Arbeitsraum wurden eingebaut und der massive Fichtenbodenriemen und die Dachfenster betonen den wohnlichen Charakter und sorgen für gleichmässige Belichtung. Die räumliche Organisation wurde auch im Obergeschoss überarbeitet: die zweite Küche wurde rückgebaut, um ein grösseres Bad mit vorgelagerter Ankleide einzusetzen. Im Erdgeschoss entsteht zwischen Wohnraum und Esszimmer eine zusammenhängende Raumsequenz mit mehr Grosszügigkeit und Blickbezug zum Garten. Das Bad wird neu zoniert und dient nun als Garderobe und Gäste-WC. Durch das Versetzen des Kücheneingangs entsteht eine klare räumliche Achse, welche die beiden Gartenbereiche visuell und funktional miteinander verbindet.

Realisierung
Im gesamten Haus standen die Auseinandersetzung mit dem Bestand sowie die Frage nach einer angemessenen Weiterentwicklung im Vordergrund. Materialien und Details wurden mit Sorgfalt gewählt und präzise auf die historische Substanz abgestimmt. Wo neue Eingriffe sichtbar bleiben, sind sie bewusst differenziert – etwa dort, wo eine durch den Wanddurchbruch im Erdgeschoss entstandene Lücke im Parkett mit Zement ergänzt wurde: eine ruhige, aber deutliche Spur der Transformation. So bleibt der Charakter des Hauses lesbar, während seine räumlichen und funktionalen Qualitäten zeitgemäss erweitert werden.

Das Projekt wurde von RAUMTAKT hochgeladen und von Nina Farhumand publiziert.

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