El Garaje
28001 Madrid,
Spanien
Veröffentlicht am 08. MÀrz 2023
NOMOS Architectes SA
Teilnahme am Swiss Arc Award 2023
Projektdaten
Beschreibung
El Garaje ist eine in Wohnraum umgewandelte Autowerkstatt, die auf zwei Seiten von einer Parkrampe umschlungen wird. Die Wohnung erstreckt sich zwischen Strasse und Hof. Das Schwingtor wurde durch Fenster beziehungsweise transluzente Elemente ersetzt. Der ergĂ€nzte Teil der Fassade aus weissen Betonfertigteilen, Glasbausteinen und Stahl deutet nach aussen die Materialisierung der InnenrĂ€ume an. Um mehr Luft und Licht einzulassen, wurden zwei zusĂ€tzliche Ăffnungen in die alte Backsteinfassade eingebracht. Von innen betrachtet rahmt diese «Lichtwand» Ausblicke auf den stĂ€dtischen Kontexts und dient dazu, das richtige Mass an IntimitĂ€t und Ăffnung zwischen Wohn- und Strassenraum zu etablieren. Ein dahinterliegender Schwellenraum, der den Ăbergang zwischen der Strasse und dem Haus definiert, dient als Vorraum fĂŒr die KĂŒche und ist zugleich ein Mehrzweckbereich: Die FlĂ€che kann mit einer grossen SchiebetĂŒr spontan unterteilt werden, um einen Spielbereich fĂŒr Kinder abzutrennen.
Projektierung
Das neue Wohnhaus ist wie eine Sammlung an miteinander verbundenen Zimmern konzipiert. Es gibt keine Flure und daher dreht sich alles um sein Zentrum, indem sich KĂŒche und Esszimmer und damit das HerzstĂŒck des Hauses befinden. Eine Reihe parallel verlaufender WĂ€nde definiert die Reihenfolge der Zimmer und rahmt die diagonalen Blicke zwischen ihnen. Die WĂ€nde sind aus weissen, vorgefertigten Betonblöcken errichtet mit Keramikfliesen die deren Ecken zieren, um das Schneiden der Blöcke zu vermeiden. Dieses ornamentale Detail ergab sich aus dem sparsamen Umgang mit den Materialien und Mitteln. Die Proportionen der RĂ€ume stehen in direktem Zusammenhang mit den Abmessungen der Betonblöcke. Diese Wohnung ist ein Experiment ĂŒber die Möglichkeiten, einen zeitgenössischen hĂ€uslichen Raum zu organisieren, der auf einem additiven System von RĂ€umen mit Ă€hnlichen Proportionen basiert, bei dem das Programm die Gestaltung nicht dominieren darf.