Umbau des Gasthaus Bären in Zug

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6300 Zug,
Schweiz

Veröffentlicht am 15. März 2026
Röösli Architekten AG

Gasthaus Bären, Zug - Fassade Süd Gasthaus Bären, Zug - Fassade West Gasthaus Bären, Zug - Fassade Süd Gasthaus Bären, Zug - Eingangsbereich Gasthaus Bären, Zug - Gaststube Gasthaus Bären, Zug - Gaststube Gasthaus Bären, Zug - Gaststube Gasthaus Bären, Zug - 1. Obergeschoss Gasthaus Bären, Zug - Treppenhaus

Projektdaten

Basisdaten

Lage des Objektes
Baarerstrasse 30, 6300 Zug, Schweiz
Fertigstellung
08.2024
Links

Gebäudedaten nach SIA 416

Stockwerke
3 bis 5
Anzahl Kellergeschosse
1
Anzahl Wohnungen
3
Nutzfläche
720 m²
Gebäudevolumen
3410 m³
Gebäudekosten (BKP 2)
5,0 Mio. CHF

Beschreibung

Der Eckbau mit dem Restaurant Bären, ein dreigeschossiger Bau in Neorenaissanceformen mit auffällig in Erscheinung tretenden Eckerker wurde 1896 von Dagobert Keiser Vater als eigenes Wohnhaus erbaut. 1898 erfolgte gegen Osten ein Terrassenanbau zur Vergrösserung der Gastwirtschaft. Der Bären, die «Werkstatt 3» wurde von den Fabrikmitarbeitern der damals südlich angrenzenden Metallwarenfabrik rege besucht. 2014 erwarb die Zug Estates AG die Liegenschaft. Für einen fortgesetzten Betrieb des Restaurants war eine technische Anpassung an die heutigen Anforderungen erforderlich. Eine neue Gastronomieküche, neue Toiletten und ein Hebelift machen das Restaurant attraktiv und hindernisfrei zugänglich.

Diverse störende Einbauten der vergangenen Jahrzehnte wurden zurück gebaut und die betrieblichen Abläufe an die bauzeitlichen Strukturen ausgerichtet, neu organisiert. In einer präzisen, fein abgestuften Umsetzung konnten die bauzeitlichen Gaststuben, die Treppenhäuser sowie die Fassaden nach denkmalpflegerischen Anforderungen und Farben gemäss Befund sorgfältig repariert, ergänzt und restauriert werden. Besonders überraschend wurde im Sääli im oberen Wandbereich unter einer leicht abwaschbaren Farbschicht eine bauzeitliche Schablonenmalerei entdeckt und wieder sichtbar gemacht. Die bauzeitliche Arbeiterbeiz mit dunkelbraunen Wand- Deckenverkleidungen aus massivem Holz konnte befreit von Störungen sichtbar gemacht werden. Heute wird das Restaurant als Pachtbetrieb unter modernen Rahmenbedingungen im historischen Kontext geführt.

Das Projekt wurde von Röösli Architekten hochgeladen und von Jeannine Bürgi publiziert. 

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