Berufsbildungszentrum Sursee

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6210 Sursee,
Schweiz

Veröffentlicht am 16. MÀrz 2017
Weber Hofer Partner AG Architekten

Vorplatz mit PausendĂ€chern Freitreppe vor Haupteingang Innenhof Arbeitsplatz mit Ausblick Innenhof Korridor mit SchĂŒlerarbeitsplĂ€tzen Unterrichtszimmer GebĂ€udeecke Arbeitsnische Korridor 2. OG Treppenraum 1. OG Treppenhaus

Projektdaten

Basisdaten

Lage des Objektes
Kottenmatte 4, 6210 Sursee, Schweiz
Projektkategorie
Fertigstellung
11.2013

GebÀudedaten nach SIA 416

Stockwerke
3 bis 5
GeschossflÀche
13'000 mÂČ
GebÀudevolumen
47'000 mÂł
GebÀudekosten (BKP 2)
24,0 Mio. CHF

Beschreibung

Im Berufsbildungszentrum Sursee entstehen durch die Aufnahme eines zweiten Berufsfeldes neue Raumanforderungen an die aus Einzelbausteinen zusammengesetzte, heterogene Schulanlage. Ein winkelförmiges Neubauvolumen und ein Ersatzneubau schliessen die stĂ€dtebauliche Form zu einem Gesamtkomplex um einen Innenhof. Die einzelnen GebĂ€udeteile bilden gestalterisch und strukturell eine Einheit, die dem Minergie-P-Standard entspricht. Eine Fassade aus vorgehĂ€ngten Betonelementen umhĂŒllt das komplexe Volumen wie ein gestricktes Netz. Die verschiedenen Nutzungen, die sich hinter der gleichmĂ€ssigen Fassade verbergen, zeigen sich erst auf den zweiten Blick. Die Form der Betonelemente und die GrosszĂŒgigkeit der Fensteröffnungen verleihen dem gewachsenen GebĂ€udeensemble eine angemessene MassstĂ€blichkeit.

Neben der Wirtschaftlichkeit steht fĂŒr die Neubauten eine möglichst grosse NutzungsflexibilitĂ€t der Tragstruktur im Vordergrund. Daher werden die Vertikallasten ĂŒber die Fassaden und die KorridorlĂ€ngswĂ€nde abgeleitet, wĂ€hrend die meisten QuerwĂ€nde als nichttragende LeichtbauwĂ€nde erstellt werden. Als Nebeneffekt ermöglicht diese Konstruktion, die Fassade im Bereich der Eingangshalle stĂŒtzenfrei zu gestalten.

Der bestehende Trakt A wird bis auf den Rohbau zurĂŒckgebaut. Das statische Konzept ist dem der Neubauten Ă€hnlich, wobei im Fassadenbereich eine zusĂ€tzliche Ortbetonwand erstellt wird, um die höheren Gewichtslasten der neuen Fassade zu ĂŒbernehmen. Zur GewĂ€hrleistung der Erdbebensicherheit erfolgen punktuelle Anpassungen und ErgĂ€nzungen der Tragkonstruktion.

Das Materialkonzept im Innenraum hat Ă€hnlich der Fassade ebenfalls zum Ziel, aus den verschiedenen GebĂ€udeteilen eine Einheit zu machen. Der Raumakustik wird grosse Beachtung geschenkt, sowohl in den UnterrichtsrĂ€umen als auch im Korridor-/ Aufenthaltsbereich. Helle, ruhige Farbtöne erzeugen eine angenehme Raumstimmung, die durch das Beleuchtungskonzept, welches fĂŒr die meisten RĂ€ume einen Indirektlichtanteil vorsieht, zusĂ€tzlich unterstĂŒtzt wird.

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