Creative Factory

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1020 Renens,
Schweiz

Veröffentlicht am 08. April 2026
Bauart Architekten und Planer AG
Teilnahme am Swiss Arc Award 2026

Blick auf das Atrium auf Ebene 2 Ausgangszustand – Blick von Nordwesten Ausgangszustand – Blick von Südwesten Baustelle – Zersägen der Bodenplatten für die Errichtung des Atriums, Ebene 0 Baustelle – Zersägen der Bodenplatten für den Bau des Atriums, Ebene 1 Blick auf das Atrium auf Ebene 2 Blick auf die Eingänge der Wohnungen Blick auf das Atrium auf Ebene 1 Blick in eine Wohnung Blick in eine Loftwohnung auf Ebene 0 Blick von Südosten

Projektdaten

Basisdaten

Lage des Objektes
Rue du Chêne 1-5, 1020 Renens, Schweiz
Projektkategorie
Gebäudeart
Fertigstellung
12.2025
Links

Gebäudedaten nach SIA 416

Stockwerke
3 bis 5
Anzahl Kellergeschosse
1
Anzahl Wohnungen
51
Grundstücksfläche
11'854 m²
Geschossfläche
24'180 m²
Nutzfläche
11'281 m²
Gebäudevolumen
89'886 m³
Anzahl Arbeitsplätze
150
Parkplätze
118

Beschreibung

Umwandlung eines ehemaligen Logistikzentrums in ein multifunktionales Gebäude
Im Herzen des sich rasch wandelnden Westens von Lausanne liegt das Projekt Creative Factory, die Umnutzung eines ehemaligen Logistikzentrums zu einem multifunktionalen Gebäude. Durch die Umgestaltung eines bestehenden Gebäudes als Alternative zum «Tabula-rasa»-Prinzip verfolgt der architektonische Ansatz gleichzeitig die Ziele der Stadterneuerung, der Erhaltung des baulichen Erbes, eines begrenzten Ressourcenverbrauchs und der Minimierung der Umweltauswirkungen.

Der Umbau begann mit einer Strategie zur Wiederverwendung der vor Ort vorhandenen Materialien, indem diese über bestehende Kanaele verwertet oder vor Ort für die Landschaftsgestaltung aufbewahrt wurden. Der Rueckbau der Innenausstattung und die Schaffung von zwei Lichthoefen im Herzen des Gebaeudes ermoeglichten es anschliessend, die Ausdruckskraft der Tragstruktur freizulegen und eine Innenstrasse zu schaffen, die als Bezugspunkt und Verbindungsraum fungiert. Als Ausdruck eines Dialogs zwischen Bestaendigkeit und Vielseitigkeit ermoeglicht die Integration von Holzvolumen und leichten Trennwaenden die Schaffung einer Reihe von Lofts für Wohnen und Arbeiten sowie von Werkstaetten für Ausbildung, Kreativitaet, Kleinhandel und Handwerk.

Die Gebaeudehuelle folgt im Grossen und Ganzen der urspruenglichen Volumetrie des Gebaeudes, wurde jedoch thermisch verbessert. Auf der Nordseite bieten vier gemeinschaftlich genutzte Raeume mit doppelter Geschosshoehe einen spektakulaeren Blick auf die Eisenbahnlandschaft. Auf der Suedseite integriert ein Metallgitter Balkone, Kletterpflanzen und Sonnenschutzvorrichtungen. Was die Aussenanlagen betrifft, so wurde das ehemalige Logistikgelaende entasphaltiert, um Platz für einen weitlaeufigen, mit Baeumen und Pflanzen bewachsenen Park zu schaffen, der eine echte Schnittstelle zur Rue du Chêne bildet. Der oekologische Wandel wird auch durch die Integration erneuerbarer Energien konkretisiert – Anschluss an die Fernwaerme und eine grosse Photovoltaik-Ueberdachung im Westen des Gelaendes – sowie durch die Foerderung der CO₂-freien Mobilitaet (zu Fuss, mit dem Fahrrad oder mit dem Bus).

Das Bestehende aufwerten
Dieses Projekt passt perfekt zur DNA unseres Büros, wo Kreativitaet, Innovation und die Umgestaltung des Bestehenden – unter Beruecksichtigung kultureller, sozialer, oekologischer, klimatischer und wirtschaftlicher Aspekte – unseren architektonischen Entwurfsprozess leiten. Wir haben bereits Projekte mit aehnlichen Herausforderungen realisiert, insbesondere Brueckenkopf in Bern: https://bauart.ch/fr/projets/detail/12/bruckenkopf/.

Unser architektonisches Konzept konzentriert sich hier vor allem auf die Aufwertung des Bestehenden, die Hervorhebung roher Strukturen und die Hinzufuegung neuer Elemente, hauptsaechlich aus Holz. Das neue Gebaeude behaelt so seinen rohen, industriellen Charakter (Beton, Schichtex), waehrend hochwertige Materialien (Holz, Glas-Metallelemente) und gepflegte Detaillierungen ihm eine neue, zeitgemaesse Dimension verleihen.

Das Projekt von Bauart Architekten und Planer wurde im Rahmen des Swiss Arc Award 2026 eingereicht und von Nina Farhumand publiziert.

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