Wohn-, Büro- und Gewerbequartier
1020 Renens,
Schweiz
Veröffentlicht am 16. April 2026
AAPA SA
Teilnahme am Swiss Arc Award 2026
Projektdaten
Gebäudedaten nach SIA 416
Beschreibung
Das Projekt Malley Gare A in Renens, in unmittelbarer Nähe der SBB-Haltestelle Prilly-Malley railway station, besteht aus drei eigenständigen Gebäuden – A10, A20 und A30 –, die sich ein gemeinsames Untergeschoss mit unterirdischer Zufahrt zum Parking teilen. Inspiriert von der industriellen Geschichte des Standorts zeigen die Bauten eine zugleich robuste und raffinierte Ästhetik, deren Bildwelt an amerikanische Städte und industrielle Lagerzonen erinnert. Prägende Elemente der Umgebung wie der Gasometer und das Eisenbahnviadukt beeinflussten die architektonische Gestaltung, die Pragmatismus mit Effizienz verbindet.
Jedes Gebäude erzählt auf seine Weise eine Baugeschichte. Die Fassaden fangen mit ihrer konstruktiven Tiefe das Licht ein und ziehen den Blick auf sich. Ihre Ausgestaltung erinnert an Bahnwelt und industrielle Produktion und fügt sich zugleich in eine harmonische Wiederholung ein.
- Das Gebäude A10 zeichnet sich durch seine Vertikalität aus und bildet in unmittelbarer Nähe zu den Gleisen eine markante Silhouette. Es hebt sich deutlich gegen den Himmel ab und lässt eine Mischung aus Wohnungen, Büros und Gewerbe erkennen. Vertikale Elemente aus vorfabriziertem Beton in kolossalem Massstab fangen das Licht ein und verleihen dem Bau eine skulpturale Plastizität. Prägnante horizontale Gliederungen staffeln das Volumen und schaffen eine notwendige Vielschichtigkeit in der Wahrnehmung.
- Das Gebäude A20 verfolgt einen zurückhaltenderen Ansatz. Es rückt leicht auf den Place de la Coulisse vor, bewahrt jedoch ein niedriges Profil. Seine Fassade aus Wellblech führt einen kleineren Massstab ein – jenen der Werkstatt und des handwerklichen Stahlbaus –, der den zukünftigen Place de la Coulisse treffend prägt.
- Das Gebäude A30 ist strategisch zurückversetzt und verfügt über ein Tragwerk aus gelben Ziegeln, das an Werkstattkomplexe erinnert. Sein Entwurf ermöglicht einen fliessenden Übergang zum interkommunalen Zentrum für Abfallbewirtschaftung und sichert damit die städtebauliche Kontinuität.
Die programmatische Mischung inspirierte Baukörper von solcher Robustheit, dass sie künftige Nutzungsänderungen ebenso selbstverständlich aufnehmen können wie die Transformationen des umliegenden Stadtgefüges: starke Formen für einen bewegten Kontext.
Das Projekt von AAPA wurde im Rahmen des Swiss Arc Award 2026 eingereicht und von Nina Farhumand publiziert.