Beschattung Aussenräume Primarschule Erlenmatt
4057 Basel,
Schweiz
Veröffentlicht am 09. September 2026
Luca Selva AG Architekten ETH BSA SIA
Projektdaten
Basisdaten
Gebäudedaten nach SIA 416
Beschreibung
Das Schulhaus Erlenmatt wurde 2017 eröffnet. Ein wichtiges Charakteristikum des Projektes sind die terrassierten Aussenräume, die nun zusammen mit dem erdgebundenen Pausenhof für die kommenden klimatischen Herausforderungen ausgebaut werden.
35 neue Bäume im Pausenhof
Im Anforderungsprofil nach dem Wettbewerb 2012 wurden strapazierfähige Flächen vorgegeben, was zu einer weitgehend mit Granulat versiegelten Fläche mit einzelnen Baumscheiben führte. Die Baueingabepläne der Landschaftsarchitekt*innen August und Margrith Künzel sahen 2014 insgesamt 40 neue Bäume vor, die auf dieser Grundlage nicht gepflanzt werden konnten. Nun wird diese Entscheidung unter dem Druck der Klimaerwärmung revidiert: Es werden 35 neue Bäume gepflanzt und die Versiegelung entsprechend reduziert. Aus ökologischen Gründen wird der bestehende Belag zugunsten von Baumscheiben rückgebaut, in den übrigen Bereichen aber beibehalten und farblich differenziert – wo nötig – ergänzt. So entsteht ein schattiger Ort als Klimakammer, der weiterhin Raum für die Pausenaktivitäten der Schüler*innen bietet und durch die stärkere Verschattung und Verdunstungskälte einen wesentlichen Beitrag gegen die sommerliche Aufheizung leistet.
Schattendächer aus Re-Use-Leitplanken
Die Terrassen des gestuften Baukörpers sind im Konzept als Pausen- und Nutzräume für den Unterricht geplant und werden auch so genutzt. Um vor allem in den oberen Geschossen die Nutzungsoptionen aufgrund des Wärmeeintrages zu vergrössern, wurde von Seiten Nutzer*innen ein Projekt zur Beschattung dieser Terrassen angestossen. Über differenzierte Studien zeigte sich der Vorteil von lamellenartigen, luftdurchspülten und schattenspendenden Elementen, die im Sinne eines klaren Statements durch die Architekt*innen als Re-Use-Elemente definiert wurden. So entstehen auf verschiedenen Ebenen räumlich präzise gesetzte Schattendächer am mehrfach preisgekrönten Projekt. Gleichzeitig werden zusätzliche Spielangebote geschaffen, die sich unter den neuen Schattendächern entspannt entwickeln können.
Das Projekt wurde von Luca Selva Architekten eingereicht und von Jeannine Bürgi publiziert.