Haus Friedli
3006 Bern,
Schweiz
Veröffentlicht am 07. August 2018
Jaeger Koechlin BSA SIA
Teilnahme am Swiss Arc Award 2018
Projektdaten
Basisdaten
GebÀudedaten nach SIA 416
Beschreibung
Das auf den ersten Blick unspektakulĂ€r wirkende Haus aus den 1920er-Jahren steht in einem ĂŒppig bewachsenen GrundstĂŒck in einem Villenquartier in Bern. Die Bauherrschaft wĂŒnschte sich, das Haus in zwei separate Wohneinheiten aufzuteilen und die WohnflĂ€che zu vergrössern.
Ausgangslage
Wir haben uns dafĂŒr entschieden, das bestehende GebĂ€ude in seiner Substanz, Raumstruktur und seinem Ausdruck weitgehend zu belassen und durch einen Anbau aus Holz zu erweitern. Die Trennung in zwei unabhĂ€ngige Wohnungen wird mit nur einer zusĂ€tzlichen Wand im Bestand erreicht.
Entwurfsidee
Der Anbau versteht sich als neuer GebĂ€udeflĂŒgel, der die Volumetrie des bestehenden Baus respektiert. Er schliesst prĂ€zise an den Bestand an und nimmt bestehende GebĂ€udefluchten auf. Durch seine farbliche Erscheinung hebt er sich jedoch vom Bestand ab. Beide GebĂ€udeteile wahren somit innen wie aussen ihren eigenstĂ€ndigen Ausdruck.
Projektierung
Der neue GebĂ€udeteil ragt tief in den Garten, bis an die Krone einer alten Rotbuche, hinein. Hier löst sich die klare Volumetrie mit Terrasse und Aussentreppe auf und erweckt beinahe den Eindruck, man sitze in einem Baumhaus. Bestehende Fensteröffnungen wurden zu DurchgĂ€ngen ausgebaut. Dabei ist der gesamte Neubau um die Höhe einer Stufe versetzt. Bei jedem Durchgang von Alt zu Neu lĂ€sst diese Schwelle den Ăbergang bewusst werden. Im Detail greift der Anbau viele Themen des Bestandes auf. So finden sich etwa die sorgfĂ€ltig eingebauten ApothekerschrĂ€nke als zeitgenössische Variante beim Innenausbau wieder.
Besonderheiten
Das Haus soll ab 2020 als Zeitzeuge ins Inventar der schĂŒtzenswerten Bauten aufgenommen werden.