Neubau Einfamilienhaus

 
4524 Günsberg,
Schweiz

Veröffentlicht am 04. Februar 2026
Neyer & Heiniger Architekten GmbH

Projektdaten

Basisdaten

Projektkategorie
Fertigstellung
05.2026
Links

Gebäudedaten nach SIA 416

Stockwerke
1
Anzahl Kellergeschosse
1
Anzahl Wohnungen
1
Grundstücksfläche
600 m²
Geschossfläche
350 m²
Nutzfläche
280 m²
Gebäudevolumen
860 m³
Parkplätze
2

Beschreibung

Auf einer freien Hangparzelle in Günsberg entstand ein Einfamilienhaus, das Grosszügigkeit, Privatsphäre und zeitgenössische Architektur mit der Topografie und dem Panorama des Ortes verbindet. Durch das teilweise in den Hang versenkte Sockelgeschoss erscheint das Gebäude bewusst eingeschossig. Der Entwurf basiert auf einer Hybridbauweise aus massivem Beton und Holz und wird durch einen zentralen, runden Betontreppenkern räumlich organisiert. Die asymmetrische Gebäudefigur mit nur einem rechten Winkel folgt konsequent den Blickbezügen in die Landschaft. Ein vorgelagertes Atrium und ein in das Terrain integrierter Carport bilden eine filternde Schicht zwischen Innen- und Aussenraum. Materialität, Lichtführung und präzise konstruktive Details prägen den skulpturalen Ausdruck des Hauses.

Bauaufgabe
Die Bauaufgabe war geprägt vom Wunsch nach Grosszügigkeit bei gleichzeitig hoher Privatheit auf einer exponierten Hanglage. Die Entscheidung, das Erdgeschoss teilweise in den Hang zu integrieren, ermöglichte ein zurückhaltendes Erscheinungsbild und schuf geschützte Aussenräume. Der runde Betontreppenkern bildet das räumliche und konstruktive Herz des Hauses und organisiert Erschliessung, Lichtführung und Raumabfolge. Die asymmetrische Gebäudefigur reagiert präzise auf Panorama, Besonnung und bestehende Blickachsen. Sitzfenster, gezielte Öffnungen und ein differenziertes Dachprofil verstärken die Beziehung zwischen Innenraum und Landschaft. Standort, Topografie und Aussicht waren massgebliche Entwurfsparameter. Die Hybridbauweise aus massivem Betonsockel und Holzbau ermöglicht eine klare Lesbarkeit der Konstruktion. Energetisch wird das Gebäude durch Wärmepumpe, Bodenheizung und Freecooling betrieben. Die präzise ausgeführte schwarze Holzfassade, der helle Sichtbeton sowie bronze- bis goldfarbene Fensterrahmen verleihen dem Bau eine eigenständige, hochwertige Materialität. Die Umgebungsgestaltung versteht sich als Teil des architektonischen Konzepts und lässt das Gebäude aus dem Terrain herauswachsen.

Das Projekt wurde von Neyer & Heiniger Architekten eingereicht und von Nina Farhumand publiziert.

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