Neubau SchulpLus
6315 Oberägeri,
Schweiz
Veröffentlicht am 23. Juli 2026
Röck Baggenstos Item Eyer Architekten AG
Projektdaten
Basisdaten
Gebäudedaten nach SIA 416
Beschreibung
Das neue Gebäude ist in einen parkähnlichen Freiraum eingebettet und wahrt einen respektvollen Abstand zu den umliegenden denkmalgeschützten Bauten entlang der Mitteldorfstrasse. Der Bereich hinter der Einfriedung zwischen dem Neubau und der historischen Villa wird von einem alten Baumbestand geprägt. Dieser Charakter bleibt durch eine zurückhaltende Gestaltung der Umgebung und eine angepasste Bepflanzung weitgehend erhalten. Die Parkierung ist dem Neubau vorgelagert, sodass ein grosszügiger Vorplatz entsteht. Von dort führt eine Rampe zur leicht erhöhten Pausenhalle und zum Eingang. Ein zentraler Korridor gliedert das Gebäude in zwei Hälften. Diese sind entlang zweier statischer Raster organisiert, von denen eines regelmässig und das andere unregelmässig angeordnet ist. Diese Struktur ermöglicht eine differenzierte Grundrissgestaltung, die flexibel auf das geforderte Raumprogramm reagiert. So lassen sich sowohl die Bedürfnisse einer modernen Schule als auch die Anforderungen an einen zeitgemässen Unterricht optimal erfüllen.
Der Versatz im Gebäudevolumen wird durch die Ausformulierung des Dachs zusätzlich betont und führt zu einer dem Massstab angemessenen Wahrnehmung des Schulbaus. Die leichte Hanglage ermöglicht es, das Untergeschoss teilweise ins Terrain abzusenken, gleichzeitig eine gute Belichtung der Innenräume sicherzustellen und das Gesamtvolumen auf einer angemessenen Höhe zu halten. Entsprechend einer optimalen Orientierung für Schulbauten sind die Nord- und Südfassaden weitgehend geschlossen gestaltet, während die Ost- und Westfassaden von grosszügigen Fensterflächen geprägt sind. Die hölzerne Materialisierung der Gebäudehülle orientiert sich an den umliegenden Bauten und verweist mit ihren zurückhaltenden Farbtönen zugleich auf die Nutzung des Hauses.
Das Projekt wurde von Röck Baggenstos Item Eyer Architekten eingereicht und von Nina Farhumand publiziert.