Marbrerie 13
1227 Marbrerie 13,
Schweiz
Veröffentlicht am 13. Juli 2026
HEAD MAIA Department of Interior Architecture
Teilnahme am Swiss Arc Award 2026
Projektdaten
Basisdaten
Beschreibung
Das Projekt Marbrerie 13 wurde im Frühlingssemester 2026 am HEAD – Genève, Département Architecture d'Intérieur unter der Leitung von Javier Fernández Contreras durchgeführt. Betreut wurde das Studio von Line Fontana und David Fagart, assistiert von Lola Jutz. Beteiligt waren folgende Studierende: Thalya Badibanga, Valentin Delavy, Bianca Eggmann, Emmanuelle Kossmann, Nicola Kovalenko, Isaure Monteleone, Alexandra Péguret, Helena Sarmiento, Léna Schürmann, Eva De Almeida Ruiz, Milena Dubugnon, Benjamin Dohollou, Ambre Gravina, Marie Mamou Blanché, Zoé Mettraux, Norah Pittet, Kateryna Sushynska und Jiwon Yuk.
Im Genfer Entwicklungsgebiet Praille–Acacias–Vernets (PAV), genauer im Quartier Grosselin, untersucht das Atelier die Transformation eines ehemaligen Industriegebiets, das sich zum neuen Zentrum Genfs entwickeln soll. Der tiefgreifende Wandel des Areals geht mit dem schrittweisen Verschwinden des industriellen Baubestands und der damit verbundenen Nutzungen einher.
Im Verlauf mehrerer Semester standen verschiedene Gebäude des Gebiets im Fokus. Der Blavignac Tower 10 wurde zu einem «Grand Genève Social Club» weiterentwickelt, der Wohnen, produktive Nutzungen und gemeinschaftliche Räume verbindet. Es folgten Projekte zum Industrieareal an der Rue Baylon 12–20, die das Verhältnis von Wohnen und Arbeiten neu interpretierten, sowie zum Gebäude an der Rue Baylon 2, dessen Gebäudetiefe als Grundlage einer produktiven Infrastruktur und alternativer Lebensformen neu gedacht wurde. Im Herbstsemester 2025 entwickelten die Studierenden für die Bosson-Halle einen überdachten, offenen öffentlichen Raum als Gemeingut, der durch seine besondere räumliche Qualität vielfältige zukünftige Nutzungen ermöglicht.
Im Frühlingssemester 2026 rückte das Gebäude an der Chemin de la Marbrerie 13 in den Mittelpunkt. Obwohl es bereits verkauft und für den Abbruch vorgesehen war, war die Baubewilligung zu diesem Zeitpunkt sistiert. Während dieser Übergangsphase wurde das Gebäude vom Kollektiv Ressources Urbaines zwischengenutzt, das dort Kunstschaffenden und Vereinen Raum bot. Seine kompakte Bauweise, die robuste Skelettstruktur mit grossen Spannweiten, die nichttragenden Fassaden und die grosszügigen Raumhöhen machen es zu einem Bau mit hohem Transformationspotenzial.
Aufbauend auf den bestehenden Qualitäten entwickelten die Studierenden die Transformation des Gebäudes zu einem urbanen Hybrid, der Wohnen, Arbeiten und gemeinschaftliche Nutzungen vereint. Das Projekt ist als inklusive Infrastruktur und als ein «Chez-nous» konzipiert.
Das Projekt des HEAD MAIA Department of Interior Architecture wurde im Rahmen des Swiss Arc Award 2026 in der Kategorie Next Generation eingereicht und von Nina Farhumand publiziert.